Newletter für Solopreneure
Kolumne

Newsletter braucht kein Mensch (falls doch: wozu eigentlich?)

Ich schwöre: Newsletter sind völlige Zeitverschwendung. Jedenfalls solange man den Dreh nicht raus hat, wie ich ihn sinnvoll nutzen kann.

Daher frage ich dich mal direkt:

Nutzt du Newletter, um mit deinen potentiellen Kunden in Kontakt zu bleiben? Also mit denen, die heute noch keinen Bedarf an deinem Angebot haben, es aber dein Angebot grundsätzlich spannend finden? Und mit denen, die bereits „etwas gekauft“ haben?

Wenn ich diese Frage stelle, höre ich meist Antworten wie:

„Newsletter brauch ich nicht – ich nutze doch Social Media.“

„Newsletter sind doch nur Spam.“

„Newsletter sind doch Old School.“

Stimmt. Und zwar genau so lange, wie dir ein praxistauglicher Plan fehlt, um mehr draus zu machen als „eMail verschicken“.

Bevor wir uns ein paar Fakten und Thesen widmen, möchte ich eines vorweg schieben: Newsletter sind vor allem ein großartiges Marketing-Instrument, das mir persönlich hilft, meine Kunden von morgen zu erreichen. Und genau darum möchte ich dich motivieren, es genauer anzuschauen.

Hier ein paar Fakten und Thesen. Mehr Praxistipps gibts in der Webinarreihe im Oktober.

Irrglaube 1 : Newsletter landen im Spam-Ordner (bzw. werden vom Empfänger als SPAM angesehen)

Spam-Mails, die Viagra anpreisen, die Eingabe unserer paypal-Daten fordern oder anderen Unsinn beinhalten gibt es zwar nach wie vor – aber ganz ehrlich: mündige Internet-Nutzer erkennen  sehr wohl, ob eine Mail für sie wertvoll ist.

Und genau darum geht es: wertvolle Informationen.

Hier in Deutschland ist es gesetzlich streng geregelt, wem wir geschäftlich überhaupt eine eMail schicken dürfen. Und damit hat das Thema „Newsletter“ einen engen Rahmen, an den sich seriöse Anbieter wie du und ich halten. Und das wissen auch deine (potentiellen) Kunden.

Ich selbst lese gern zwei Arten von Newslettern: Solche, die für mich spannende Inhalte haben. Und solche, die ich von der Aufmachung her spannend finde (bei denen ich mir immer wieder was „abkupfern“ kann in Bezug auf Ansprache, Gestaltung usw.).

Irrglaube 2: Social Media ist besser als eMail-Marketing

Ich war vor einigen Jahren der Meinung, dass das Zeitalter von Newslettern und eMail-Marketing bald vorbei ist. Schließlich erreiche ich über Facebook und Co. auch meine Zielgruppe. Sogar ohne Spamverdacht. Soweit die damalige Theorie. Es kam natürlich ganz anders.

Spätestens seit dem letzten Update in Bezug auf die News-Einstellungen bei Facebook ist klar: es ist ausgesprochen riskant, primär auf Social Media zu setzen. Und es macht abhängig. Davon, was sich Herr Zuckerberg und Co. morgen überlegt. Und wenn ich eines wirklich hasse, dann ist es Abhängigkeit von Dritten. Also Personen oder Institutionen auf die ich keinerlei Einfluss habe – ja nicht mal ans Telefon bekomme.

Kürzlich las ich einen Bericht, in dem es um einen Vergleich ging: kann man über Angebote auf Facebook oder Angebote aus Newslettern mehr Umsatz generieren? Hier gibts dazu vergleichende Infografiken, die für sich sprechen.

Wem nützt ein Newsletter?

Mir scheint, dass viele Unternehmer ihren Newsletter sehr einseitig betrachten: sie informieren über sich, ihr Angebot und neue Produkte. Das ist alles schön und gut, aber einfach auch ausgesprochen selbst-verliebt.

Der Newsletter wird allerdings nur dann erfolgreich sein, wenn er beiden Seiten Nutzen bringt: dem Empfänger soll er wertvolle Informationen und Anregungen geben. Dem Absender soll er helfen, mit seiner Zielgruppe in Kontakt zu bleiben bzw. zu kommen. Das klappt allerdings nur, wenn man sich über Zielgruppe und Nutzen im Klaren ist.

Für mich liegt der Nutzen meines Newsletters darin, potentiellen Kunden von morgen die Möglichkeit zu geben, mich und meine Arbeit in Ruhe und unverbindlich kennen zu lernen. Zum Beispiel in Webinaren, zu denen ich einlade. Über Tutorials, die ich aufgenommen habe oder über Checklisten, die ich zur Verfügung stelle. Und hier würden mir noch viele Beispiele einfallen die helfen, sich ein Bild von mir als Trainer und Berater zu machen.

Was es währenddessen „Neues“ bei mir gibt, ist eher zweitrangig, meine Arbeit und meine persönliche Art ändern sich ja nicht monatlich.

Wie fängt man mit einem Newsletter an?

„Think on Paper“ ist für mich das größte Gebot an dieser Stelle. Nicht nur, weil ich im Garten auf dem Bildschirm meist herzlich wenig erkenne. Nein, weil es wesentlich effektiver ist, zuerst zu planen und dann loszulegen. Und Planung auf Papier ist aller Regel nach kreativer als am Mac (oder gar PC).

Bevor du dir also Gedanken über Tools und Programme machst, nimm Papier und Stift und mach dir Notizen:

  • Welche (Sub-) Zielgruppen willst du über den Newsletter ansprechen?
    • bestehende Kunden?
    • potentielle Kunden zu Thema A
    • potentielle Kunden zu Thema B
  • Welchen „Ablauf“ soll dein Newsletter haben?
    • manuell verfasst in (un-)regelmäßigen Abständen?
    • automatisiert für alle neuen Abonnenten? (mit den besten Eindrücken von dir und der größten Unterstützung für die Empfänger)
  • Wo kannst du deinen Newsletter bekannt machen?
    • welche Stellen der Webseite sind geeignet? (bitte mehrere!)
    • Twitter-Bio?
    • Facebook-Fanpage?
    • eMai-Signatur?
    • Flyer, Visitenkarten usw.?
  • Womit motivierst du zur Anmeldung?

Wie verschickt man Newsletter? Per Outlook?

Vielleicht lachst du, aber genau diese Frage höre ich in meinen Seminaren immer wieder. Hier gibt es eine ganz klare Antwort: Niemals mit Outlook  (oder anderen Mailprogrammen).

Immer mit einem Newsletter-Programm.

Warum? Weil es gesetzliche Regelungen gibt, die bspw. den Anmelde- und Abmeldeprozess genau vorschreiben. Und das klappt eben nicht mit Outlook. Nebenbei wäre das Verwalten und rechtskonforme Senden der eMail mit einem normalen Mailprogramm kaum zu bewältigen.

Statt dessen wirst du ein spezielles Newsletter-Tool brauchen. Davon gibt es unzählige am Markt. Viele davon haben kostenfreie bzw. sehr günstige Einstiegspakete für deinen Start. Bevor du dich jetzt aber in das Testen stürzt, möchte ich dir unbedingt zu einem Programm in der „Cloud“ raten – also einem Programm, auf das du im Browser zugreifst. Lokal installierte Programme bringen so viele technische Hürden mit sich, dass ich davon gänzlich abraten möchte.

Ich selbst nutze aktiv drei Programme: MailChimp, Cleverreach und Klick-Tipp. Alle drei haben Vor- und Nachteile und ihren ganz eigenen Charme. Und du ahnst es: ich habe verschiedene Projekte bzw. Einsatzzwecke für die einzelnen Tools. Hier findest du eine kompakte Übersicht der gängigen Tools inkl. Kosten und einer Bewertung.

Schau dir auch einfach meine Tutorials dazu an, dort zeig ich dir MailChimp und Klick-Tipp. Oder komm ins Webinar dazu, da werde ich dir zu diesen Tools ein bisschen mehr erzählen.

Was bringt ein Newsletter?

In 2 Worten: Vertrauen und Umsatz.

Jedenfalls, wenn du es zielgerichtet angehst und so umsetzt, dass eben Vertrauen entstehen kann. Denn darin liegt aus meiner Sicht die Basis dafür, dass Aufträge – und damit Umsatz – überhaupt erst möglich sind.

Für mich hat insbesondere die Möglichkeit der Automatisierung einen großen Charme. Sie gibt uns die unschätzbare Chance zu steuern, wie uns potentielle Kunden kennenlernen und ob bzw. wann sie zu Kunden werden.

Was will man also mehr? Kundenherzen gewinnen und Umsatz machen.

Und jetzt?

Angangen: und zwar pragmatisch. Verbessern und optimieren kannst du im zweiten Schritt! Wenn du mehr Praxiserfahrung und Tipps suchst, meld dich zu meinem Webinar an. Ich freue mich wenn du dabei bist!