Twitter für Selbständige
Social Media

Twitter nutze ich weil….es mich schnörkellos über meine Kunden informiert

Twitter & Kathrin – das war keine Liebe auf den ersten Blick. Ich habe ganze drei Jahre gebraucht, um Twitter lieben zu lernen. Aber es hat sich gelohnt, heute möchte ich es nicht mehr missen! Warum das so ist, erzähle ich euch hier.

Impuls zu diesen Gedanken war dieser Aufruf zur Blogparade bei von Alex.

Nutzt du Twitter und seit wann? Wie bist du auf Twitter gekommen, aus purem Zufall, aus Langeweile oder gar mit voller Absicht?

Aktiv nutze ich Twitter erst seit April diesen Jahres (also seit ca. 4 Monaten). Mein aktueller Twitter-Account existiert bereits seit einem knappen Jahr. Den alten Account aus „Versuch 1“ hatte ich irgendwann gelöscht…

Erfahrung mit Twitter habe ich seit etwa drei Jahren aus Kundenprojekten und Trainings – nur für mich selbst war mir der Aufwand bis dahin zu groß. Mein Einstieg war also in der Tat volle Absicht: ich wollte herausfinden, wie ich Twitter für mein Business (als Trainer) nutzen kann. Gleichzeitig war es mir wichtig, den Aufwand für die tägliche Arbeit damit möglichst klein zu halten.

Letzteres aus ganz pragmatischen Gründen: ich bin oft tagelang in Trainings „vergraben“ und habe abends bzw. morgens keine Zeit und Nerven, mich explizit um Twitter zu kümmern.

Mein Motto war also: Wenn Twitter, dann zeitoptimiert.

Vorher gab es aber einen ganz persönlichen Grund, den Account zu erstellen: unser DSL-Neuanschluss wurde nicht bearbeitet. Ohne DSL bin ich beruflich handlungsunfähig. Die temporäre Überbrückung mittels Internetzugang des Handys war für mich nur ein absoluter Notnagel.

Nach endlosen Hotline-Telefonaten war ich am Ende meiner Geduld. Also versuchte ich mein „Glück“ mit diesem Tweet an @telekom_hilft:

Mein Hilferuf an @Telekom_hilft

Mein Hilferuf an @Telekom_hilft

Wären die Umstände dieses Tweets nicht so nervtötend gewesen, wäre ich in Begeisterungsstürme ausgebrochen: über Nacht kam Bewegung in unseren DSL-Anschluss. Nach dem zweiten Anstoß gab es kurzfristig einen Montagetermin. So wurde binnen 3 Wochen gelöst, was vorher fast 5 Monate brach lag.

Aus welchem Grund nutzt du Twitter?

Für mich ist Twitter die perfekte Quelle für neue Ideen, Inspiration und Praxisbeispiele. Damit kann ich meine Trainings noch alltagsnäher machen und auch sehr spontan über aktuelle Beispiele erzählen. Ganz nebenbei investiere ich heute viel weniger Zeit in die Vorbereitung der Trainingsinhalte.

Der tolle Nebeneffekt: ich lerne wahnsinnig einfach und unkompliziert, was meine (Wunsch-) Kunden gerade bewegt. Und zwar wunderbar schnörkellos, in 140 Zeichen auf den Punkt gebracht.

Erzähl mal, wo bei Twitter bist du zu finden und einige Sätze zu deinem Twitterdasein?

Ihr findet mich unter @Kathrin_Berlin auf Twitter.

Thematisch dreht es sich bei meinem Twitter-Dasein um Themen zwischen „Kunden-Finden“ und „Social-Media“. Ich folge vielen spannenden Twitterern weltweit, die über Themen wie Online-Marketing, Blogging, Vertrieb und IT schreiben. Diese Tweets sind meine Inspriationsquelle und oft auch Anstoß für neue „Experimente“ in meiner eigenen Arbeit.

Spannendes markiere ich meist auf dem Handy mit einem Sternchen – und lese die Beiträge erst später am Rechner in Ruhe. Damit kann ich Wartezeiten wunderbar mit Leben füllen und mich später am Schreibtisch auf die Artikel konzentrieren, die ich markiert hatte. Dann ist auch Zeit, direkt zu retweeten oder zu antworten. Oder ich übergeb die interessanten URLs einfach Buffer, um sie später für mich zu zwitschern.

Ein favorisierter Tweet sieht dann in etwa so aus:

So sehen favorisierte Tweets auf der Twitter-Web-Oberfläche aus

So sehen favorisierte Tweets auf der Twitter-Web-Oberfläche aus

 

Welche Twitter-Desktop-Tools und Smartphone-App setzt du ein? Mir ist ein Online-Tool namens HootSuite bekannt, kennst du das?

Auf dem Smartphone nutze ich direkt die App von Twitter. Der primäre Einsatzzweck ist für mich, in kurzen Leerlaufzeiten durch die letzten Tweets zu scrollen und die spannenden Überschriften zu favorisieren. Sekundär nutze ich die App, um hin und wieder von Veranstaltungen live zu twittern. Hier ist aber die oft unzureichende „Netzverfügbarkeit“ vor Ort der Show-Stopper.

Hootsuite nutze ich nahezu täglich. Damit schaff ich es, in weniger als 3 Minuten alles für mich Wichtige im Auge zu haben. Außerdem kann ich hier sehr effizient durch meine Twitter-Favoriten lesen und die Fundstücke per Buffer mit anderen Menschen teilen.

Wenn du auch Lust auf ein einfaches Social-Media-Dashboard hast, schau dir dazu meine Tutorials an – keine Sorge, es geht sehr einfach und macht Spaß.
Das gerade erwähnte Buffer ist für mich allerdings noch viel wichtiger als Hootsuite. Nicht zuletzt, da es wesentlich komfortabler ist und kaum Einarbeitungszeit braucht. Für mich ergänzen sich beide Tools sehr gut. Auch dazu ein Tutorial für dich zum Ausprobieren.

Wo verbringst du mehr Zeit, auf Twitter, Facebook, Google Plus, Pinterest oder gar Xing?

Zeit kostet Twitter gar nicht viel – das war ja meine Einstiegsbedingung. Darum liebe ich Twitter eben auch so: es ist direkt, schnörkellos und kein Zeitfresser. Aber Achtung: ohne (selbst gesetztes) zeitliches Limit kannst du auf Twitter – wie auf jedem anderen Netzwerk auch – problemlos den ganzen Tag verbringen.

Faceook ist mein größter Zeitfresser, hier verliere ich mich Stunden in spannenden Gruppen-Diskussionen:-)

LinkedIn ist noch ein Netzwerk, auf dem ich vergleichsweise viel Zeit verbringe. Hier halte ich Kontakt zu alten Kollegen und Webbegleitern. Xing ist leider weniger interaktiv, daher für mich im Moment eher eine virtuelle Visitenkarte als ein aktiv genutzes „soziales Netzwerk“.

Was hat dir Twitter alles gebracht, was konntest du damit realisieren bzw. schon erreichen?

Seit April diesen Jahres sind 277 Follower entstanden. Und der Trend ist stetig. Wobei ich sehr gut merke, dass in Zeiten von Passivität bei Twitter absoluter Stillstand herrscht. Das ist für mich noch ein Grund, der für den Einsatz von Buffer spricht. Damit überbrücke ich Wochen, in denen einfach keine Zeit für Twitter und Co. übrig ist.

Daneben hat mir Twitter unbezahlbaren Input für meine Trainings gebracht. Zusätzlich auch etwa zwei Hand voll spannender Kontakte, die für mich persönlich wie beruflich eine großartige Bereicherung sind. Und nicht zu vergessen: einen DSL-Anschluss. Mein Hoch auf @telekom_hilft!

Poste doch mal deinen letzten Tweet.

Der „letzte“ ändert sich bei mir dank Buffer etwa 3 Mal täglich. Nehmen wir einfach diesen hier:

letzter Tweet @Kathrin_Berlin

letzter Tweet @Kathrin_Berlin

Nutzt du Twitter-Wordpress-Plugins? Welche gibt es da?

Ja es gibt viele, ich nutze aktuell (noch) keines. Der Grund ist trivial: als Nicht-Techniker habe ich sie schlicht und ergreifend nicht dazu bekommen, hübsch auszusehen UND zu funktionieren. Ich bleibe dran :-)

Nimmst du am FollowerFriday teil oder ist es dir gleich?

Ich nutze den FF nur manchmal. Gleichzeitig freue ich mich über jede #FF-Erwähnung wahnsinnig. Mein Fazit: ich nutze diese Möglichkeit der Wertschätzung und Kontaktpflege über Twitter definitiv zu wenig.

Für alle, die den #FF nicht kennen, hier ein kleines Bild, wie die Tweets dazu aussehen und eine kurze Erklärung auf gruenderszene.de.

FollowFriday Tweet #ff

FollowFriday #FF auf Twitter

Bekommst du Traffic aus Twitter auf deinem Blog?

Jain. Wirklich Traffic kommt bisher nur sehr schwankend über Twitter. Facebook funktioniert bei mir wesentlich kontinuierlicher. Obwohl ich dort deutlich weniger Reichweite habe.

Favorisieren und retweeten heisst bei Twitter nicht unbedingt auch klicken. Manachmal irritiert mich dieses Verhalten. Für meinen Zweck der Recherche ist Twitter dennoch unübertroffen wertvoll. Ich bin gespannt, ob sich die Traffic-Frage für mich in Zukunft signifikant ändern wird.

Kennst du einen Twitterer persönlich und offline?

Einige Twitterer kenne ich sogar sehr gut. Die meisten davon kannte ich zuerst allerdings offline. Bei anderen freue ich mich schon drauf, wenn sich die Gelegenheit eines Treffens in Zukunft ergibt. Vor allem Events, Messen und Kongresse sind hier ein wunderbarer Weg, sich „endlich“ auch persönlich kennenzulernen. (Fast) alle dieser Events nutzen einen Hashtag (#), so dass sich das Treffen im Vorfeld gut planen lässt – in dem man beispielsweise verrät, wo man selbst dabei sein wird.

Im Oktober findet in Berlin bspw. die nächste Entrepreneurship Summit statt. Ein großartiger Kongress für alle Unternehmer. Folge doch mal #ksk2015 und schau dir an, was auf Twitter darüber berichtet werden wird. Noch ist es ruhig um diesen Hashtag – das dürfte sich nach den Ferien aber spürbar ändern. Ich werde übrigens auf dem Summit dabei sein (und freue mich, wenn wir uns dort persönlich kennenlernen).

Dein Fazit, was muss über Twitter noch gesagt werden?

Twitter ist für mich zwei Vesuche wert! Wer bisher nicht damit warm werden konnte, sollte es unbedingt noch einmal probieren. Außerdem sind die Twitter-Listen eine großartgige Funktion, die man ausprobieren muss. Zum Recherchieren sind sie ein einfacher und hoch effektiver Weg ans Ziel. Und das Schönste daran: sie lassen sich über die Hootsuite sehr bequem verfolgen und verwalten.

Lasst uns über Twitter in Kontakt bleiben.

  • Pingback: Twitter-Blogparade - Ich nutze Twitter, weil…()

  • Hallo Kathrin,
    cooler und sehr informativer Beitrag hier im Rahmen der Aktion und ich las es sehr gerne durch. Demnach kannst du dem SocialNetwork namens Twitter eine ganzen Menge abgewinnen und das freut mich für dich.

    Ja, es ist auch eine ganze gute Möglichkeit, den befreundeten Blog-Webmastern und Bloggern zu folgen. Mit HootSuite arbeitete ich früher auch, aber aktuell ist es etwas ruhiger um mein Twitter-Dasein, da ich mehr blogge. Aber es bedeutet nicht, dass ich Twitter hassen würde. Es sind viele schöne und unterhaltsamen Zeiten mit Twitter gewesen, die man so erleben konnte.

    Twitter-Worpress-Plugins nutze ich derzeit auch keinerlei und man muss sich da noch kundig machen, was es alles gibt.

    Sehr schön fand ich hier im Beitrag, dass du das DSL-Problem mithilfe des Twitterns in den Griff bekamst. Anscheinen legten die Telekom-Mitarbeiter einen grossen Wert darauf, den Kunden per Tweets zu antworten.

    Nun freue ich mich auch auf weitere Teilnahmen und Danke dir für deine eigene :-)

    • Kathrin Franck

      Hi Alex, ich freu mich, dass du dir die Zeit zum Lesen & Antworten nimmst!
      Die unterhaltsamen Twitter-Tage habe ich wohl wirklich verpasst – mal schauen, wie es bei Twitter weitergeht. Für mich sieht aktuell sehr nach „B2B“ und „Kundenservice“ aus. Ich meine, vor einiger Zeit auch über einen ähnlichen Service-Account einer deutschen Großbank gestolpert zu sein.
      Bin gespannt auf die weiteren Beiträge zu deiner Blogparade :-)