Social Media

3 Social-Media-Tools, die man im Vertrieb braucht

Die Kollegen im Marketing sind mit vollem Eifer dabei, die Unternehmens-Messages und Event-Updates über Xing, Facebook oder Twitter in die Welt zu tragen. Professionell gestaltet, generieren sie damit Traffic auf der Webseite und Leads für ihre Vertriebs-Kollegen.

Und dann? Nutzt die Vertriebsmannschaft seine Möglichkeiten, Social Media für die eigene Sales-Pipeline sinnvoll zu nutzen? Vielleicht. Eventuell. Oder lieber nicht.

Schwer zu glauben, aber gerade das Vertriebsteam würde von Social Media greifbar profitieren: engere Kundenbeziehungen, mehr Einblicke ins Kundengeschäft und in die eigene Branche.

Und damit kürzere Sell-Cycles, mehr Abschlüsse, weniger Zeitverschwendung auf Projekte, die gar nicht gewonnen werden können.

Wie sich die aktive Social-Media-Nutzung auf die Vertriebserfolge auswirkt, hat Mark Eidelman in diesem Beitrag gut zusammengefasst.

Mit professioneller Social-Media-Nutzung gewinnst du Zeit und tiefes Kundenverständnis.

Warum? Weil Social Media vor allem Mitlesen und Mitreden ist. Und das ist der Kern unseres Vertriebserfolges. Wir müssen ohnehin wissen, was bei unseren Kunden los ist, welches Produkt die Konkurrenz launcht und welche Trends Gartner für 2016 vorhersagt.

Früher gab es dazu regelmäßig Updates auf Meetings, über Telefonkonferenzen und in Newslettern. Heute geht es über Twitter und Co. fast nebenbei.

Meine Top-3-Tools für die tägliche Vertriebsarbeit:

  1. Twitter-Listen
    organisieren übersichtlich, was die eigenen Kontakte, Kunden und die Branche schreibt. Spart Zeit und Nerven. Reines Mitlesen ist explizit erlaubt.
  2. Buffer
    teilt interessante URLs mit minimalem Aufwand: über LinkedIn, Twitter, Facebook. Spannend für Kollegen, Kunden und den Rest des eigenen Netzwerkes.
  3. Hootsuite
    schafft ein übersichtliches Cockpit für die eigenen Social-Media-Kanäle. Ein Fenster, in dem alles zusammenläuft. Das spart Zeit und liefert reichlich Inspiration für Punkt 2.

Twitter-Listen

Twitter-Listen im Vertrieb

Twitter-Listen im Vertrieb

Listen sind bei Twitter eine Standard-Funktion. Leider eine sehr versteckte, darum erwähne ich sie hier explizit.

Wie Twitter-Listen im Vertrieb helfen, habe ich in diesem Artikel schon genauer erklärt. Hier liegt aus meiner Sicht für jeden B2B-Vertriebler ein großartiger Schlüssel zum persönlichen „Customer Insight“!

Wie das Anlegen und Verwalten der eigenen Twitter-Listen einfacher geht als auf der nativen Twitter-Overfläche, zeig ich in diesem Video.

Buffer ist einfach (und) wunderbar

Kommt das bekannt vor? Man findest einen interesannten Artikel und will ihn den Kollegen oder Kunden zeigen. Wie geht das jetzt am einfachsten? Copy & Paste der URL? Ich hab einen besseren Vorschlag: Buffer.

Drei (3!) Klicks, direkt im Browerfenster und das Fundstück wird über LinkedIn (oder Facebook / Twitter / google+) mit dem eigenen Netzwerk geteilt. 3 Klicks, fertig. Das macht nicht nur Spaß, es ist auch so schnell, dass man von „Zeitaufwand“ nicht reden kann.

So geht’s:

Als erstes muss ein Buffer-Account her. Den kann man direkt hier anlegen. Die kostenfreie Variante reicht für den Anfang völlig aus.

Damit es Spaß macht, brauchen wir als nächstes die passende Brower-Extension. Im Safari sieht es dann so aus:

bufferextension_kathrinfranck.de

Buffer-Extension im Safari (-Browser).

Jetzt verbinden wir Buffer mit mindestens einem Social-Network-Profil. Skeptisch? Dann bietet sich der private Facebook-Account zum Testen an. Neugierig? Einfach direkt mit LinkedIn probieren. Oder beides.

Buffer_Netzwerke_kathrinfranck.de

Diese sozialen Netzwerke lassen sich in Buffer einbinden.

Und schon kanns losgehen! Das Buffer-Fenster können wir erstmal schließen. Jetzt zählen die interessanten Fundstücke. Einen Artikel gefunden, der mit anderen geteilt werden soll? Testweise mit den engsten Freunden auf Facebook? Oder mutig mit dem Business-Netzwerk auf LinkedIn? Dann direkt von der gefundenen Webseite die Browser-Erweiterung anklicken.

Das Composer-Fenster blendet sich über den gefundenen Artikel, kann aber bei Bedarf zur Seite geschoben werden. Buffer übernimmt automatisch die Überschrift des Artikels als Inhalt und hängt eine gekürzte URL zum Fundstück an.

Buffer bereitet deinen Post für dich vor

Composer-Fenster von Buffer.

Alternativ kann vor dem Klick auf die Buffer-Extension eine Textstelle markiert werden – dann ist diese Textstelle der Inhalt.

Jetzt noch entscheiden, auf welches Netzwerk gepostet werden soll. Mit einem Klick lassen sich Netzwerke auswählen bzw. wieder abwählen.

Mit „Add to Queue“ übergeben wir den Rest der Arbeit an Buffer: die Fundstücken werden zu vordefinierten Zeiten (also nach und nach) veröffentlicht.

Wenn an der Reihenfolge oder dem Beitrag nochmal etwas geändert werden soll, geht das direkt die Buffer-Oberfläche.

Hootsuite ist komplex(-er) und wunderbar zum Zuhören

Stellen wir uns ein zentrales Cockpit vor. Hier läuft alle zusammen, was wir über unsere Kunden, Mitbewerber und Markt wissen wollen und aus sozialen Kanälen „herauskitzeln“ können. Möglichkeiten sinnvolle die Inhalte zu finden gibt es unzählige. Damit ist der Einstieg in die Hootsuite auch etwas mühsamer als bei Buffer.

Warum sich die Mühe lohnt und wie solch ein Dashboard im Vertriebsalltag hilft, habe ich in diesem Artikel zusammengetragen.

Die Anleitung zum Einrichten des eignen Cockpits gibts hier:

Mit diesen 3 Tools investiere ich selbst täglich etwa 30 Minuten in meine eigenen Social-Media-Aktivitäten. Und freue mich, dass sich daraus interessante Kontakte, Gespräche und neue Ideen für meine Arbeit als Trainer ergeben. Ausprobieren lohnt sich!